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Wieso müssen Blumen jetzt auch noch Bio sein? Die isst man ja nicht.


Diesen Satz höre ich seit fast zwanzig Jahren.

Und ehrlich gesagt ist die Frage ja eigentlich berechtigt.

Bei Äpfeln verstehen wir sofort, warum über Pestizide gesprochen wird. Bei Salat, Erdbeeren oder Karotten ebenso.


Aber Blumen?

Die landen ja nicht auf dem Teller, oder?



Genau deshalb wird über Blumen erstaunlich wenig gesprochen.


Über Herkunft kaum. Über Arbeitsbedingungen selten. Über Pestizide fast nie.

Dabei kommen wir Blumen oft näher als vielen Lebensmitteln.

Wir tragen sie am Körper. Wir stellen sie auf den Esstisch. Wir riechen an ihnen. Wir arbeiten stundenlang mit ihnen.

Und trotzdem gibt es bis heute keine Grenzwerte für Pestizidrückstände auf Schnittblumen.

Das muss man sich einmal vorstellen.

Für einen Apfel gibt es strenge Vorgaben.


Für einen Blumenstrauß nicht.




Vielleicht liegt das daran, dass wir Blumen als etwas Nebensächliches betrachten.


Als Dekoration. Als Luxus. Als nettes Extra.

Ich glaube aber, dass genau das ein Fehler ist.

Denn Blumen sind viel mehr als Dekoration. Sie begleiten die wichtigsten Momente unseres Lebens.


Und gerade deshalb sollten wir uns die Frage stellen:

Wenn wir Blumen lieben, warum ist es uns dann oft völlig egal, wie sie produziert werden?



 
 
 

1 Kommentar


Gast
vor 6 Tagen

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